Wie wichtig es ist, sich das Zuhause der Welpenkäufer anzusehen, zeigt die nächste Geschichte.

Eine Hündin aus dem E-Wurf war zu einer Familie gegangen, die einen seriösen Eindruck machten. Mann und Frau standen eines Tages vor der Tür , erzählten von ihrem schönen Grundstück, ihrer Hundeerfahrung(sie hätten eine junge Kaukasenhündin)und suchten noch einen Spielgefährten. Es sollte die letzte aus unserem Wurf, unsere Elonga sein. Unerfahren, ließen wir uns täuschen und gaben die Hündin ohne Vorkontrolle mit. Da uns die Sache keine Ruhe ließ, besuchten wir die Familie ein paar Tage später. Wir waren erschüttert. Es gab dort ausgebaute Schweineställe mit Platz für 6 Hunde. Die Familie besaß schon 2 Kaukasenhündinnen, eine Rottweilerhündin und eine Dobermannhündin. Unsere Elli war der 5. Hund. Man wollte hier im großen Stil züchten. Das „schöne" Grundstück sahen die Hunde nicht, denn es gab keine Einzäunung und sie wurden auch nie herausgelassen. Mir drehte sich das Herz um, mein Baby hatte nicht mal eine Hütte , lag auf dem blanken Boden. Wir boten der Familie viel Geld und baten den Kaufvertrag rückgängig zu machen. Daraufhin wurden wir vom Grundstück „gebeten „. Elonga ließ mir keine Ruhe, besuchen durfte ich sie nicht, aber ab und zu suchte ich den telefonischen Kontakt mit der Familie, immer mit dem Angebot, die Hündin zurückkaufen zu wollen.
Nach einem Jahr, die Familie hatte sich getrennt, bekam ich meine Elonga endlich wieder Aber welch ein Anblick bot diese Hündin! Auf dem Boden kriechend, sich in panischer Angst vor Männern auf den Rücken werfend , die Rute aufgeschlagen, unbehandelt, man sah den Knochen frei liegen, ein Auge zugekniffen ( unbehandelte Bindehautentzündung), das Fell glanzlos und struppig, voller Kot. An der Leine laufen und durch Türen in fremde Räume gehen , kannte sie nicht. Ich nahm die Hündin, stumm vor Wut und Entsetzen. Sie war in Sicherheit !
In den folgenden Wochen ließen wir sie operieren und pflegten ihr Äußeres. Die kaputte Seele wieder zu heilen war ein langwieriger Prozess. Wir fingen an mit ihr spazieren zu gehen, ihr Vertrauen zu stärken, kein lautes Wort, nur viele Liebe ,Geduld und Zuwendung. Nach 4 Monaten hatte sie Vertrauen gefasst. Da wir selbst schon 4 Hunde hatten suchten und fanden wir liebe Menschen für sie, wo sie in engem Familienkontakt leben konnte. Elonga war trotz ihrer schlechten Erfahrungen mit Menschen ein Traumhund. Sie war von Anfang an stubenrein, lieb zu Kindern, blieb allein und machte nichts kaputt.
Seit diesem Erlebnis wird von uns kein Welpe ohne Vorkontrolle abgegeben.

Bilder vom "Happy end": Elli in ihrer neuen Familie. Endlich ein gutes Hundeleben!

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