Nadja kurz vor ihrem zehnten Geburtstag

Nadja von Menglada ist kurz vor ihrem zehnten Geburtstag über die Regenbogenbrücke gegangen.

Den Kampf mit einem Stachelschwein hat sie mit einer tiefen Fleischwunde am Bein bezahlt. Durch diese Verletzung kam sie zum Liegen, konnte trotz Medikamentengabe und Hilfe nicht mehr aufstehen und mußte von ihrem Leiden erlöst werden.

Sie hatte ein tolles Zuhause in Italien und genoß alle Freiheiten. 2003 habe ich sie in dort besucht. Ich danke der Familie Hauter für das schöne Zuhause, daß Nadja bei ihnen hatte.

Nadjas Frauchen hat ihr diese liebevollen Zeilen gewidmet:

Nadja 16.04.1999 – 16.01.2009

Unsere Nadja ist gestorben, dabei hatten wir uns beide vorgenommen den 10. Geburtstag zu feiern.

Nadja, ich weiß, dass es keine zweite geben wird, die so sein wird wie Du. Du warst für mich einzigartig. Du hast mir immer voll vertraut, auch im letzten Moment, der für mich so schwer war. Fast 10 Jahre hast Du mein Leben bestimmt, wie ich Deines und es war eine wunderschöne Zeit. Du nahmst Dir gleich zu Anfang den teuren Designersessel, von da aus hattest Du immer alles gut im Blickfeld. Du hast mir beim Kochen fast andächtig zugeschaut, Deine Lieblingsspeise – ein gekochtes Ei – wurde sofort eingefordert, wenn der Topf vom Herd kam. Du warst so voller Übermut und das hat sich bis zum letzten Moment gehalten – wenn Du unserem Bauern die große Tüte mit dem geschnittenen Grün davon trugst oder beim ersten Halali die Jagdhunde, die ja arbeiten sollten, so durcheinander gewirbelt hast, dass die Jagd beendet werden musste, kein Stachelschwein war vor Dir sicher. Auch wenn Frauchen dann immer Mühe hatte, die gefährlichen Stiele aus der Pfote zu ziehen. Aber Du warst hart im Nehmen, bist zu letzt, als Du mir zu verstehen gabst, dass wir Abschied nehmen mussten. Du bist Dein Leben lang so gern gefetzt, den Berg hoch zu den Nachbarn – Du wolltest unbedingt wissen, was dort vor sich ging - und wenn dann die Autohupe ertönte, heissa ging es ab nach Hause. Du hast es immer wieder geschafft, den Futternapf Deiner Freundin, Minka, zu leeren. Du hast die größten Löcher gebuddelt – zur Strafe – wenn ich Dich an die Leine legen musste, weil Du heiß warst. Du hinterlässt eine große Lücke. Alle unsere Feriengäste werden Dich sehr vermissen. Du gehörtest zu ihrem Urlaub. Doch bei allem Übermut konntest Du so unheimlich zärtlich sein, wenn Du morgens die kalte Schnauze in mein Kopfkissen gesteckt hast oder mir Deinen Kopf über die Schulter legtest sowie das schnelle feuchte Küsschen auf die Wange oder leider fast immer auf die Brille. Es wird lange dauern, dass keine Tränen mehr rollen beim Gedanken an Dich. Aber ich weiß, dass der Zeitpunkt der Richtige war.

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