Es war einmal ein Doggenwelpe namens Sokrates. Er wuchs mit seinen Geschwistern bei seiner Züchterin in Thüringen auf. Dort lernte er alles, was für sei späteres Leben wichtig ist. Jedes Wochenende kamen viele Leute mit Kindern, sogar Behinderte besuchten die Welpen. Schafe, Pferde , Autofahren, alles kein Problem.

Die Zeit verging und die Welpen verließen nacheinander ihr Zuhause. Für Sokrates kam eine Familie aus der Nähe von Frankfurt/M. Sie hatten schon eine Dogge, die aus gesundheitlichen Gründen mit einem Jahr eingeschläfert werden musste? Bilder von dieser Dogge, in einem liebevoll gestaltetem Album und lange vorausgegangene Gespräche, überzeugten die Züchterin, dass es Sokrates es dort gut haben würde. Er durfte umziehen.

Bis er 9 Monate war, bekam seine Züchterin auch schöne Bilder, die einen zufriedenen Hund zeigten. Sokrates wurde auch erfolgreich ausgestellt Wegen einer Nichtigkeit im Internet brachen die Besitzer von Sokrates den Kontakt zur Züchterin ganz ab. E-mails kamen nicht mehr an und auch die Einladung zum Welpentreffen wurde nicht wahr genommen. Inzwischen hatte sich die Familie noch eine blaue Hündin gekauft.

Als die Hündin 6 Monate war, im Mai 2007, ging die Besitzerin von Sokrates zum Tierarzt, mit der Bitte, den Hund einzuschläfern, da er gegen ihre Kindern aggressiv ist. Die Tierärztin lehnte dies ab und da die Besitzerin ihn nicht wieder mitnehmen wollte, musste Sokrates ins Tierheim, wo er innerhalb von 3 Tagen einen Wesenstest für als gefährlich geltende Hunde, auch Listenhunde, ablegte. Diesen schweren Test bestand er ohne Vorbereitung mit allerbesten Ergebnissen.

Anstatt sich über dieses Ergebnis zu freuen, äußerte die Besitzerin, Frau G. , dort vor der amtlichen Kommission: "Hätte ich das gewusst, hätte ich ihm gleich Rattengift gegeben und ihn über die Klinge springen lassen".

Tage später stellte sie unverständlicherweise den Antrag, Sokrates wieder aus dem Tierheim zu bekommen .In der ganzen Zeit im Tierheim zeigte sich Sokrates entsprechend des Wesenstestes nur freundlich allen Menschen, auch Kindern und Hunden gegenüber.

Durch Frau Fischbach und einer aufmerksamen Züchterin aus der Gegend erfuhr ich von seinem Schicksal, setzte ich mich sofort ins Auto und besuchte ihn im 450 km entfernten Rüsselsheim. Was sich mir dort bot, war ein Bild des Elends. Bis auf die Knochen abgemagert (Wirbelsäule, Rippen und Hüftknochen waren zu sehen) und da hatte er in den 4 Wochen, die er im Tierheim war, schon 3 kg zugenommen.

Ich habe die Patenschaft für ihn übernommen und hoffte, dass das Verfahren auf Wegnahme des Hundes aus dieser Familie , das sich über Wochen hinziehen kann, so ausgeht, dass er nie wieder dort hin zurück muss.

Denn dann würde dieses Märchen, wie bei Märchen üblich doch noch mit einem Happyend enden.

Ich danke allen, die Sokrates geholfen haben:

  • Danke an die Tierärtzin Frau Dr. X., die sich weigerte , ihm die Todesspritze zu geben.
  • Danke an die Züchterin Frau Eisenstein und Fam .Fischbach, die mich informierten, dass S. im Tierheim ist.
  • Danke an das Tierheim Rüsselsheim, stellvertretend durch Frau Wagner, den Tiertrainern Volkmar und Harald, die Sokrates den Aufenthalt im Tierheim so angenehm wie möglich machten, die an ihn glaubten und die er sehr liebte.
  • Danke an die Vorsitzende der OG Bamberg, Heidi Betz und Sohn Johannes, die mich tatkräftig unterstützten.und Sokrates in Pflege nahmen.

Wir werden nie erfahren, ob Sokrates wirklich ein Kind bedroht hat. Aber auch ein Hund, vielleicht voller Hunger, nicht artgerecht gehalten, von Kindern bedrängt , hat ein Recht zu knurren und sich zu wehren. Aber das ist noch lange kein Grund, ihn einschläfern zu lassen oder ihm selbst das Leben zu nehmen.

Traurig ist, dass viele Menschen, auch Züchter, leichtfertig halfen, die Mär vom bösen, aggressiven Hund Sokrates zu verbreiten, ohne den wahren Sachverhalte zu hinterfragen oder zu kennen.

Das die ehemalige Besitzerin von Sokrates mit der neuen, blauen Hündin in unserem Club züchten wollte, das bleibt Gottseidank nur ein Märchen.

Happyend !!!!! ( wie im Märchen)

11.09.07: Sokrates von Menglada darf laut Mitteilung vom Tierheim in seiner Pflegfamilie bei Heidi, Johannes, Herbert, seinem Bruder Shirkan, der Doggenhündin Heli und den 5 Pudeln bleiben.

Er hat kein Problem mit Kindern, aber ein Problem mit manchen Frauen.

Dank der kompetenten Arbeit von seinem jetzigen Frauchen Heidi, fasst er immer mehr Vertrauen und ist dabei, sich zu einem normalen, glücklichen Hund, mit festem Platz im neuen Rudel, zu entwickeln.

Danke , liebe Heid, dass Sokrates, der jetzt Simba heißt, bei euch sein darf!

Und nun einfach nur noch Bilder vom Happy End:

PS: Für ein aktuelles Fotoalbum von Simba / Sokrates einfach hier klicken!

[zur Startseite]