Oft fragen uns Bekannte, warum wir uns eigentlich für die Deutsche Dogge entschieden haben. Natürlich war ich schon immer ein Hundenarr und mein erster Hund, eine Pudelhündin, war für mich als Kind die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Es folgte ein Dackel, denn in der Neubauwohnung war kein Platz für einen großen Hund.


1985 kauften wir ein Häuschen auf dem Lande, und da wir ein großes Grundstück besaßen, durfte der Hund auch etwas größer sein als in der Stadtwohnung. Hundebücher wurden gewälzt und Rasseeigenschaften studiert. Dort wurden die Doggen als äußerst sensible Hunde beschrieben, die ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Menschenkontakt haben, leicht erziehbar sind (mit Konsequenz und Liebe), wachsam ohne aggressiv zu sein und ruhig im Haus.

Der Familienrat tagte, und es wurde beschlossen: Eine Deutsche Dogge sollte es sein.

Zum damaligen Zeitpunkt war es nicht einfach, einen Welpen zu erwerben. Diese wurden in der Zeitschrift "Der Hund" annonciert, aber wenn die Anzeige nach drei Monaten erschien, waren alle Welpen bereits vergeben. Wir meldeten uns dann bei einem Züchter für den nächsten Wurf an und hatten wieder Pech! Die Hündin war leergeblieben. Nach fünfzehn Monaten des Wartens und Suchens konnten wir unsere erste Dogge "Inka von Ravensbrück", rabenschwarz ohne Abzeichen, in die Arme nehmen.

Begeistert vom Charakter unserer kleinen Dame folgte neun Monate später unser gefleckter Rüde "Wiking von Wotans Meute".

Inka von Ravensbrück (hier 10,5 Jahre)

Wiking v.Wotans Meute (hier 8 Jahre)

Wir fingen an Ausstellungen zu besuchen und gehörten dann schon zu den Doggenbesitzern, die auf jeder Ausstellung vertreten waren. Inka und Wiking hatten sich wirklich zu schönen Doggen entwickelt, vor allem Inka erhielt nur die höchste Formwertnote.
Natürlich hatten wir bald den Wunsch, auch einmal Babys von ihr zu haben. Es sind inzwischen 15 Jahre vergangen, und bei einem Wurf ist es nicht geblieben. Wir haben im Jahr immer nur ein bis zwei Würfe, aber nie ist etwas zur Routine geworden. Wir freuen uns nach wie vor riesig auf die Kleinen und sind genauso aufgeregt wie beim ersten Mal.
Doggen zu züchten, die dem Standard sehr nahe kommen, dabei ein gutes Wesen besitzen und ein hohes Alter erreichen, war immer unser Ziel. Voriges Jahr habe ich die Ausbildung zum Zuchtwart absolviert. In dieser Tätigkeit habe ich Gelegenheit, weitere Erfahrungen zu sammeln und mein Wissen an junge Züchter weiterzugeben.

Dagmar Hinze im Februar 2001

[zur Startseite]